Chemie & Temperatur · Werkzeug 01
Mischungs- und Konzentrationsrechner
Über diesen Rechner
Eine Arbeitslösung ansetzen ist keine große Sache – bis zwei unterschiedlich konzentrierte Vorratslösungen auf dem Tisch stehen. Dieser Mischungsrechner hilft dir, daraus eine gewünschte Konzentration herzustellen. Du kannst auch umgekehrt rechnen: Welche Konzentration entsteht aus den Mengen, die schon vorhanden sind?
Mir ist wichtig, dass die Rechnung nachvollziehbar bleibt. Deshalb siehst du beide Ausgangsmengen und die Endkonzentration zusammen. Wähle zuerst die passende Konzentrationsart: Volumenprozent und Massenprozent beschreiben unterschiedliche Dinge und dürfen nicht einfach ausgetauscht werden.
Rechnen, dann ausprobieren.
Alles bleibt in deinem Browser.Der Rechner wird geladen …
Dein Ergebnis
100 % / Tatsächliche Größe wählen. Kopf- und Fußzeilen ausschalten. Danach die 100-mm-Strecke mit einem Lineal prüfen.
So verwendest du den Rechner
- Wähle den Rechenweg und die Konzentrationsart. Alle Konzentrationen müssen dieselbe Einheit verwenden.
- Trage die Konzentrationen von Lösung A und B ein. Reines Verdünnungswasser hat die Konzentration null.
- Gib Zielkonzentration und Gesamtmenge oder die vorhandenen Einzelmengen ein. Bei Massenprozent werden Gramm, sonst Milliliter verwendet.
Was hinter der Rechnung steckt
Menge A = Gesamtmenge × (Ziel − Konzentration B) / (Konzentration A − Konzentration B)
Die Rechnung beruht auf einer Stoffbilanz: Was die beiden Lösungen an gelöstem Stoff mitbringen, muss nach dem Mischen wieder vorhanden sein. Im zweiten Modus entsteht daraus ein nach Mengen gewichteter Mittelwert. Eine reine Mittelwertbildung ohne Berücksichtigung der Mengen wäre falsch.
Für Volumenangaben setzt der Rechner voraus, dass sich die Volumina addieren. Das passt als Arbeitsmodell für viele verdünnte Lösungen. Manche Gemische ziehen sich jedoch zusammen, reagieren miteinander oder erwärmen sich. Für einen präzisen Laboransatz bis zur Marke gelten deshalb die passende Arbeitsvorschrift und die tatsächliche Endmenge.
Ein Beispiel zum Nachrechnen
Für 500 ml mit 2 % aus einer 10-%-Lösung und Wasser brauchst du rechnerisch 100 ml Lösung A und 400 ml Wasser. Im Modus mit vorhandenen Mengen erhältst du aus denselben Angaben wieder 2 %.
Darauf solltest du achten
- Ein Ziel außerhalb der beiden Ausgangskonzentrationen ist durch bloßes Mischen nicht erreichbar.
- Bei gleichen Ausgangskonzentrationen lässt sich das Mengenverhältnis nicht eindeutig bestimmen. Der Rechner weist darauf hin.
- Keine Anleitung zum sicheren Mischen unbekannter Chemikalien: Verträglichkeit und Arbeitsreihenfolge müssen vorher geklärt sein.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie berechne ich die Mischung zweier unterschiedlich konzentrierter Lösungen?
Gib beide Ausgangskonzentrationen, die gewünschte Zielkonzentration und die Gesamtmenge ein. Der Rechner verteilt die Mengen so, dass die Stoffbilanz stimmt. Für 500 ml mit 2 % aus einer 10-%-Lösung und Wasser ergeben sich beispielsweise 100 ml Vorratslösung und 400 ml Wasser. Bei Volumenangaben wird eine additive Mischung vorausgesetzt.
Kann ich Massenprozent und Volumenprozent miteinander verrechnen?
Nein, nicht direkt. Massenprozent beziehen sich auf Massen, Volumenprozent auf Volumina. Wähle für beide Ausgangslösungen dieselbe Konzentrationsart. Eine Umrechnung zwischen Gramm und Millilitern benötigt zusätzlich die passende Dichte; diese Umrechnung übernimmt der Rechner nicht.
Warum lässt sich meine Zielkonzentration nicht herstellen?
Durch Mischen muss die Zielkonzentration zwischen den beiden Ausgangskonzentrationen liegen. Aus 5 % und 10 % werden ohne weitere Verarbeitung weder 2 % noch 15 %. Bei identischen Ausgangskonzentrationen bleibt auch die Endkonzentration gleich; ein eindeutiges Mengenverhältnis lässt sich dann nicht bestimmen.
Weiterlesen & Quellen
Wenn du die Grundlagen vertiefen möchtest, findest du hier passende Erläuterungen.
